Was es zum Thema "Action Painting" zu wissen gibt.
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Nutzen Sie unsere Tipps & Tricks Sektion um mehr rund um das Thema “Action Painting” in Erfahrung zu bringen.

Hier finden Sie Videos, Links, Empfehlungen und viele andere nützliche Hinweise zum Thema:

Anleitung Action Painting

Action PaintingKunst kommt von Können. Das ist ein gerne zitierter Spruch. Beim Action Painting sollte man diesen Spruch aber gleich wieder vergessen, weil er womöglich nur zu falscher Scham oder Blockaden führt. Denn bei dieser speziellen Form der abstrakten Malerei geht es nicht primär darum, ein gutes oder gar „museumsreifes“ Bild zu malen. Sondern darum, spontan zu sein, den Kopf beim Malen auszuschalten und aus gestischen Armbewegungen heraus die Farbe auf die Leinwand aufzutragen: entweder direkt mit dem Pinsel, getropft, gespritzt oder auf andere spontane Weise.

Es geht um Freiheit und Verzicht auf starre Regeln

Es geht beim Action Painting um den Spaß an der Bewegung, den Versuch, sich von starren Regeln, Hemmungen und rationalen Denkprozessen zu lösen und im Prozess des Malens ein Gefühl der Freiheit zu erleben. Wie das funktioniert, zeigt Ihnen die folgende Anleitung für ein abstraktes Bild, die Sie aber nicht sklavisch befolgen müssen, sondern die Ihnen vielmehr als ein erster Anstoß dienen soll. Denn was zum Action Painting auch unbedingt dazugehört, sind: künstlerische Freiheit und der Mut zum Experiment. Viel Spaß!

 

  • Was Sie zuerst brauchen, ist: Platz. Das heißt einen großen Fußboden, wenn möglich in einem weitgehend leeren Raum mit mindestens 15 Quadratmetern. Im Sommer bietet sich alternativ auch der Garten an, der eigene Firmenpark oder eine andere größere Außenfläche.
  • Da es sich beim Action Painting um einen sehr expressiven Malstil handelt, bei dem gerne mal etwas danebengeht, sollten Sie den Mal-Bereich großzügig mit Folie oder Papier auslegen. Beim Malen sollten Sie am besten lockere „Arbeitskleidung“ tragen: etwa einen Malerkittel, eine Schürze oder einen Overall.
  • Als Malgrund benötigen Sie eine weiß grundierte, mindestens 1×1 Meter große Leinwand (oder alternativ ein großformatiges Zeichenpapier), die Sie auf den Boden legen. Je größer die Leinwand, desto mehr Spielraum und Freiheiten haben Sie.
  • Jetzt kommt die Farbe ins Spiel: Tauchen Sie Ihren Pinsel in die Farbe und führen Sie ihn in schwungvollen, gestischen-ausgreifenden Bewegungen über die Leinwand. Pinselgröße und Farbe können Sie frei wählen und gerne auch variieren, so dass ein Geflecht aus verschiedenen, unterschiedlich großen Farblinien auf der Leinwand entsteht. Je weiter Sie den Pinsel von der Leinwand weg halten, desto feiner werden die Linien.
  • Alternativ zur klassischen „Pinsel-Malerei“ können Sie die Farbe auch direkt aus dem Eimer auf den Malgrund schütten und deren Verlauf durch Anheben der Leinwand beeinflussen.
  • Es gibt noch weitere Methoden: Jackson Pollock etwa hat anstatt des klassischen Pinsels Holzstücke, Messer, Maurerkellen oder einen durchlöcherten, mit Farbe gefüllten Eimer („drip-box“) dazu verwendet, die Farbe aufzutragen. Den durchlöcherten Eimer hat er über die Leinwand geführt und die Farbe durch die Löcher auf die Leinwand tropfen lassen.
  • Interessante Effekte entstehen zum Beispiel auch dadurch, dass Sie flüssige Farbe auf der Leinwand ineinander laufen lassen: entweder durch Anheben der Leinwand oder indem Sie die flüssige Farbe mit einem Trinkhalm über die Leinwand pusten. Bei unterschiedlichen Farben ergeben sich dadurch faszinierende Farbmischungen.
  • Wichtig ist bei alledem, dass Sie nicht allzu „verkopft“ agieren, sondern stattdessen Ihrer Fantasie und Ihren Armen freien Lauf lassen. Seien Sie spontan, experimentieren Sie! Konzentrieren Sie sich nicht auf das Ergebnis, sondern, wie es der Name Action Painting schon sagt, voll und ganz auf die Aktion!

Videos zum Thema Action Painting

Wem das Ganze immer noch zu abstrakt klingt oder wer noch eine zusätzliche Anregung benötigt: auf youtube gibt es zahlreiche Videos zu Jackson Pollock, in denen man dem Künstler beim Action Painting über die Schulter schauen kann – inklusive sehr schöner Beschreibungen seiner „Dripping-Technik“. Und noch ein kleiner Hinweis dazu: Pollock war Kettenraucher. Die Zigarette, die er auf sämtlichen Filmaufnahmen im Mundwinkel stecken hat, ist also kein unbedingt notwendiges, künstlerisches Utensil.